Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Di Jul 28, 2009 8:48 am Titel: HIV-Test positiv, 1000 Gedanken in meinem Kopf
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Hilfloser37 Gast
Hallo!
Bin 37 und habe am letzten Donnerstag mein positives Testergebnis erhalten. Mein Partner fängt mich im Rahmen seiner Möglichkeiten gut auf, aber auch seine Kräfte sind begrenzt. Das Testergebnis meines Partners und mein Bestätigungstest steht ebenfalls noch aus. Wir sind in Behandlung in einer "schwulen" Arztpraxis (mit HIV-Schwerpunkt).
Laut Ärztin stehen die Chancen schlecht, dass der Bestätigungstest anders ausfallen sollte. Dafür sind die Werte wohl zu eindeutig. Sie sprach von einer "frischen" Infektion (bis zum einem Jahr).
Die Ärztin hat mir Mut gemacht, dass die Diagnose nicht gleich zum Tode führt. Viele Patienten leben Jahre/Jahrzehnte lang mit diesem Krankheitsbild. Vorausgesetzt man nimmt diese Krankheit an und lebt mit ihr. Im Bekanntenkreis haben wir Bekannte, die schon mehr als 20 Jahren mit HIV leben.
Sicherlich ist das ganz induviduell und von jeder einzelnen Persönlichkeit abhängig.
Damit der Kopf "wieder frei" wird, habe ich ich demnächst ein Erstgespräch beim Psychologen.
Trotzdem beschäftigen mich (vor allem nachts) zur Zeit ganz wesentlich drei Dinge:
1)
Die Ärztin meinte, dass man in so einem frühen Stadium der Erkennung wahrscheinlich mit einer Therapie erst in mehreren Jahren anfängt? Mein Leben würde "erstmal so weiterlaufen" wie "bisher". Zusätliche vierteljährliche Checks beim Arzt sind zwingend.
Kann das stimmen? Ihr könnt sicherlich nicht die Zukunft vorhersagen, aber gibt das ungefähre Erfahrungswerte in welchem Zeitfenster man sich da bewegt, die sich mit der Aussage der Ärztin decken?
2)
Wenn den zu einem gewissen Zeitpunkt meine Werte so schlecht sind, dann wäre der Zeitpunkt der Beginn der Therapie (Medikamenteneinnahme). Die Ärztin sprach davon, dass sich in den letzten Jahren viel in diesem Bereich getan hat. Z. B. die Einnahme von viel weniger Medikamenten und der Station AIDS wird deutlich weniger/später erreicht. Die HIV-Patienten werden immer älter. Die Aussage würde sich decken, mit meinen wenigen Erfahrungen aus meinem Umfeld. Könnt ihr das auch so bestätigen oder ist das einfach nur "Mutmachen"? Kann man mit dieser Krankheit alt werden? Bitte eine ganz ehrliche Antwort. Auch hier ist mir klar, dass es von ganz vielen Fakoren abhängig ist. Mich würden Eure Erfahrungswerte sehr interessieren.
3)
Seit dem Ergebnis verfolgen mich riesige Verlustängste (vor allem privat aber auch geschäftlich). Die Nacht wird in der Regel zum Tag ... Auch wirtschaftlich sind wir eng miteinander verbunden. Wir führen ein gemeinsames Geschäft. Mein Freund ist eine riesige Stütze und baut mich Tag für Tag immer wieder auf. Ich wünsche jedem Menschen in dieser besonderen Situaion so einen Partner an seiner Seite. Das Partnerschaft ist über Jahre gewachsen. Dieser Punkt ist wohl eher was für meine Stunde mit dem Therapeuten. Aber kann eine Beziehung "auf lange Sicht" weiterhin funktionieren, wo der eine Partner positiv ist? Eine konkrete Antwort kann es sicherlich auf diese Frage nicht geben.
Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 4259 Wohnort: Bei Basel / CH
Hallo
Du kannst Deiner Aerztin Glauben schenken. Sie ist die Spezialistin auf diesem Gebiet – nicht wir. Ich kann nur von Erfahrungen reden die ich im Alltag so mache – hab aber niemals aus nur annähernd das Wissen in Sachen Medikamente wie es jemand hat der HIV pos. ist.
1. Deine Blutwerte werden den Therapieverlauf bestimmen. Aber Deine Aerztin wird da bestens informiert sein da sie sich ja dauernd weiterbilden muss. Von daher würde ich an Deiner Stelle ihrer Aussage glauben.
2. Ich kenne auch Leute die schon sehr, sehr lang mit HIV leben. Und auch ein HIV-positiver User eines anderen Forum – er ist seit 20 Jahren pos. – sagte, dass man heutzutags eine normale Lebenserwartung haben kann. Wichtig ist, dass Du die Krankheit nicht als Feind siehst sondern versuchst mit ihr zu leben. Die Medikamente können Nebenwirkungen haben und es wird auch Tage geben an denen es Dir psychisch mies geht. Aber all dies muss nicht sein. Es kann auch sein, dass Du gut auf die Mittel ansprichst und keine Probleme hast. Früher musste man ja auch Unmengen an Tabletten schlucken – heute Gott sei Dank nicht mehr. Aber da ist alles in allem Deine Aerztin sicher der beste Ansprechpartner.
3. Eine Beziehung mit einem Menschen der HIV hat kann durchaus klappen. Der nicht pos. Partner muss sich aber genauso in Sachen HIV informieren und sollte in die Therapie involviert werden. Auch ich habe meinen Partner zum HIV-Test geschickt bei Beginn der Beziehung und habe ihm auch gleich gesagt, dass sich nichts ändern würde an meiner Liebe zu ihm wenn das Ergebnis pos. ist. Wie Dein Partner damit klar kommt und ob er vielleicht auch pos. ist muss die Zukunft zeigen.
Lieben Gruss und Kopf hoch – Du schaffst das.
Alexandra
Hallo! Ich bin ebenfalls kein Spezialist, was das angeht, kann mich dahingehend und auch zu den anderen Dingen Alexandra anschließen.
Noch was zu 1:
Wann eine Therapie begonnen wird, ist individuell unterschiedlich. Eine Deiner Fragen war, ob es möglich ist, dass Du mehrere Jahre keine Medikamente nehmen musst und dass Dein Leben erstmal so weiter geht.
Nach meiner Erfahrung beginnen viele HIV-positive Menschen, bei denen die Infektion früh erkannt wird, erst mehrere Jahre später mit einer medikamentösen Therapie. Viele fühlen sich auch kerngesund. Ich kann natürlich nichts über Deinen Lebenswandel sagen, aber Dein Leben sollte sich auf jeden Fall dahingehend ändern, dass Du Dich gesünder ernährst, viel Sport machst, d.h. einfach ein Bisschen mehr auf Deine Gesundheit achtest (was sicherlich jedem gut tun würde).
also ich kann mich den beiden anderen kommentaren nur anschließen.
Ich weiß zwar nicht ob ich HIV positiv bin, habe einen test machen der negativ ausfiel, jedoch weise ich so drastisch viele Symptome auf einmal auf die alle samt auf HIV hindeuten, dass ich mir sicher bin dass ich HIV positiv bin.
Wie dem auch sei, darum befasse ich mich nun seit mehr als 5 Monaten eigentlich nur noch mit dem Thema HIV.
Man kann mit dieser Infektion eben wie du bereits gelesen hast schon noch lange leben.
EXTREM wichtig ist eben die Therapie dass du die Anweisungen der Ärzte sehr genau befolgst und nichts davon vernachlässigst.
hinzufügend muss ich sagen dass es echt super ist dass du solch einen Partner hast.
Ich habe nicht so eine Partnerin, und auch sonst niemanden der so für mich da sein könnte.
Ich weiß zwar nicht ob ich HIV positiv bin, habe einen test machen der negativ ausfiel, jedoch weise ich so drastisch viele Symptome auf einmal auf die alle samt auf HIV hindeuten, dass ich mir sicher bin dass ich HIV positiv bin.
wenn du ein negatives Ergebnis hast, warst Du vor 12 Wochen mit fast 100%iger Sicherheit negativ. Wenn seitdem kein Risiko bestand, bist Du's auch jetzt noch mit fast 100%iger Sicherheit. HIV erkennt man nicht an Symptomen. Es gibt keine Symptome, auf deren Grundlage man eine HIV-Infektion diagnostizieren könnte.
das nur kurz als einschub... eigentlich geht's hier ja um was anderes...
[/quote]
Kann das stimmen? Ihr könnt sicherlich nicht die Zukunft vorhersagen, aber gibt das ungefähre Erfahrungswerte in welchem Zeitfenster man sich da bewegt, die sich mit der Aussage der Ärztin decken?
Das hängt auch ganz stark davon ab, wie Du mit der Infektion umgehst. Wenn Du Deine Ernährung auf einen individuellen Ernährungsplan umstellst, Sport treibst und dadurch das Immunsystem und allgemein gesprochen die Gesamtgesundheit stärkst, dann kannst Du auf jeden Fall aktiv dazu beitragen!
Zitat:
Die HIV-Patienten werden immer älter. Die Aussage würde sich decken, mit meinen wenigen Erfahrungen aus meinem Umfeld. Könnt ihr das auch so bestätigen oder ist das einfach nur "Mutmachen"? Kann man mit dieser Krankheit alt werden?
Man kann definitiv alt werden! Wie gesagt: man kann auch etwas dafür tun, damit genau dies eintritt - je mehr man sich dem Optimum annähert, desto wahrscheinlicher ist es, dass man sogar überdurchschnittlich lange sehr gut leben kann.
Verfasst am: Mo Aug 10, 2009 4:36 pm Titel: HIV POSITIV und 1000 gedanken
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JunGe Gast
Hallo Ich bin 18 jahre und HIV-Positiv.
Und ich bin total durcheinander weil ich nicht weiss wie es weiter geht.
Ich noch in einer Beobachtungsphase und muss viel zum Artz hinfahren und bin immer unter Kontrolle.
Ich habe jeden Tag angst einen anderen krank zu machen das ist nicht schön aber ich stehe es durch.
Darf ich fragen seid wann du weißt das du positiv bist? Und wie du dich angesteckt hast?
Ich kann mir vorstellen, das es eine schwierige Situation ist. Hast du denn Familie die hinter dir steht?
Ich hoffe das hier einige Leute sind die dir etwas helfen können.
lg sunshine
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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