Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und finde es sehr gut und hilfreich Erfahrungsberichte zu lesen.
Ich selbst wurde vor paar Monaten HIV + getestet und bin noch total überfordert damit. Ich habe auch schon mit meiner Therapie begonnen Truvada und Sustiva und habe keine Nebenwirkungen.
Was mich interessiert sind Erfahrungen von anderen in Bezug auf Partnerschaft? Liebe? Alltag?
Wem kann man sich anvertrauen? Habe Angst stigmatisiert zu werden, wie sicher alle mit dieser Diagnose.
War auch schon bei der HIV Beratungsstelle in meiner Stadt und über die Krankheit an sich gut informiert.
na dann mal Willkommen hier im Forum - auch wenn der Anlass nicht gerade der schönste ist. Aber es ist gut, das Du den Weg zu uns gefunden hast.
Erfahrungen zur Partnerschaft: ich lebe mit meinem Freund in einer offenen Beziehung und habe ich mich bei einem "Seitensprung" infiziert. Mein Freund hält trotzdem weiter zu mir und ist immer für mich da.
Liebe: ich lebe seit 14 Jahren in einer Partnerschaft und die Infektion ist da kein Hinderungsgrund.
Alltag: in meinem Alltag habe ich ansich keine Probleme. Gut, ich binde das jetzt auch nicht jedem auf die Nase, aber meine Familie und mein Freundes- und Bekanntenkreis weiß von meiner Infektion - keine negativen Erfahrungen gemacht bis jetzt.
In Sachen "wem sage ich das und wem nicht" - hier denke ich kommt es immer darauf an in welcher Gegend man zuhause ist.
Wenn Du mit der Infektion noch Probleme hast - ich empfehle Dir das Buch von Matthias Gerschwitz (er ist auch hier im Forum) mit dem schönen Titel "Endlich mal was Positives". Mir hat dieses Buch in der Anfangszeit sehr weitergeholfen.
LG
Chris _________________ Art-Medikamente:
Truvada [1-0-0], (Tenofovir + Emtricitabin)
Isentress [1-0-1], (Raltegravir)
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Das mit dem Buch ist ein guter Tipp danke werde ich mir mal ansehen.
Ich habe eben Angst jemanden kennenzulernen und mich dann als "Positiv" outen zu müssen :-/
Mir ging es anfangs sehr schlecht, weiß nicht welche Form ich hatte aber meine CD4 Zellen waren binnen weniger Monate stark verringert. Aber zum Glück geht es mir wieder gut. Mache die Therapie jetzt seit 3 Monaten.
Also danke nochmal für die Antwort, es tut gut sich mit anderen positiven auszutauschen.
Derzeit mache ich mein Abitur nach weil ich ursprünglich Medizin studieren wollte aber ich denke das geht jetzt nicht mehr.
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
Hi Tobi,
auch von mir (der mit dem Buch ) ein herzliches Willkommen! Und nur ganz kurz: Natürlich kannst Du Medizin studieren und auch die meisten medizinischen Berufe ausüben. Die Therapie dazu, die VL unter die Nachweisgrenze zu drücken und damit ein Übertragungsrisiko so stark zu minimieren, dass die Verwendung von Latexhandschuhen (was die meisten Ärzte eh machen) ausreicht, um Risiken auszuschließen.
Erst einmal drück ich Dir die Daumen für das Abitur! Und dann startest Du voll durch! _________________ LG - matthias
ich kann mich Matthias da nur anschließen. Auch mit einer HIV-Infektion kann man einen medizinischen Beruf ausüben.
Jetzt wird aber erste mal schön für das Abitur gelernt und dann ab in die Uniu und studieren.
Wenn Du Fragen hast, egal was für welche, dann stelle sie ruhig. _________________ Art-Medikamente:
Truvada [1-0-0], (Tenofovir + Emtricitabin)
Isentress [1-0-1], (Raltegravir)
ich bin weiblich und negativ. Und habe einen positiven Partner. Ich habe ihn kennen gelernt, als er noch negativ war und genau zu dem Zeitpunkt, als wir dann fest zusammen kamen, wurde er positiv getestet. Ich kann nur sagen es war, ist und wird nie ein Problem für uns sein, dass er positiv ist. Man kann sich gut damit arrangieren. Zumal er, wie du ja auch, gut auf die Medis anschlägt und keine Nebenwirkungen hat.
Ich will mich da jetzt nicht über den grünen Klee loben, weil ich so "mutig" bin um bei ihm zu bleiben. Ich wollte dir nur kurz sagen, dass es durchaus möglich ist bei der Partnersuche auf jemanden zu treffen, der mit deiner Infektion kein Problem hat.
Er hat bisher von Freunden und Familie auch keinerlei Ablehnung erfahren. Ausser dass sein Zahnarzt ihn jetzt immer erst am Ende der Sprechstunde auf dem Stuhl haben will
Du solltest mit der Diagnose vllt nicht gerade hausieren gehen und das jedem auf die Nase binden. Es gibt eigentlich auch niemanden, dem du davon erzählen MUSST. Ich denke, wenn man selber dem ganzen positiv gegenüber steht, dann sehen andere dein HIV auch in einem anderen Licht. Und selbst wenn nicht hätten sie bei dir weniger Angriffsfläche. Also....mach selbst kein Drama daraus, dann machen andere es auch nicht.
Ich wünsch dir alles Gute! Wir sind hier immer für dich da.
Vielen Dank Aymaraa deine Antwort hilft mir sehr, dass es mir zeigt, dass es Menschen gibt die damit als Partner kein Problem haben.
Ne ne hausieren wollte ich damit nicht gehen, hab da so an Freunde etc. gedacht. In der Arbeit gerade (Büro) würde ich es nicht machen.
Das mit dem Zahnarzt habe ich auch schon gehört! Muss ich es dem Zahnarzt erzählen??? Meine Ärztin aus der Uni meinte sowas auch?! Hat er als Zahnarzt ein besonderes Risiko???
Meine Zahnärztin ist sehr konservativ und ich gehe hin seit ich 4 bin!! Sie ist echt sehr gut aber ich weiß nicht ob sie mich weiter behandeln will aufgrund das sie so konservativ ist.
Anmeldungsdatum: 30.01.2012 Beiträge: 33 Wohnort: Berlin
Ligne hat folgendes geschrieben::
... Das mit dem Zahnarzt habe ich auch schon gehört! Muss ich es dem Zahnarzt erzählen??? Meine Ärztin aus der Uni meinte sowas auch?! Hat er als Zahnarzt ein besonderes Risiko???
Meine Zahnärztin ist sehr konservativ und ich gehe hin seit ich 4 bin!! Sie ist echt sehr gut aber ich weiß nicht ob sie mich weiter behandeln will aufgrund das sie so konservativ ist...
Leider habe ich auch selbst schon negative Erfahrungen mit Zahnärzten gemacht, obwohl sie KEIN besonderes Risiko haben.
Ein Zahnarzt (in einer gut bürgerlichen Gegend) hat mich bei einer Notbehandlung gebeten, mir für die Weiterbehandlung einen anderen Zahnarzt zu suchen.
Hab ich dann auch gemacht & der nächste Zahnarzt hat mir geraten, mich bei der Ärztekammer über den Zahnarzt, der mir die Weiterbehandlung verweigert hat, zu beschweren (hab ich aber nicht).
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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