Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Mi Mai 04, 2011 3:46 pm Titel: Heute beim Zahnarzt.
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Martin274 Neues Mitglied
Anmeldungsdatum: 04.05.2011 Beiträge: 21
Hallo.
Also ich hätte mal eine Frage und will mich auch kurz fassen. Ich war heute bei meiner Zahnärztin und wurde von ihr untersucht aber sie trug keine Handschuhe. Sie griff mir in den Mund und werkte etwas rum. Ihre Helferin ebenfalls nicht. Sie griff auch mir etwas in den Mund um es offen zu halten. Also ich weiß jetzt nicht ob das jetzt ein Grund zum Nachdenken ist aber das ist doch etwas unhygienisch bzw was wäre wenn sie das mit dem vorigen Patienten auch gemacht hat und der vielleicht auch geblutet hat? Und was noch dazukommt ist das ich seit geraumer Zeit Zahnfleischbluten habe. Aber hauptsächlich nach dem Zähneputzen.
Was meint ihr? Grund zur Besorgnis bezüglich HIV oder Hepatitis?
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
Zahnfleischbluten ist überhaupt kein Problem - weder für Dich noch für die Ärztin. Mich wundert das Verhalten allerdings gerade hinsichtlich der Tatsache, dass es nicht wenige Zahnärzte gibt, die HIV-positive Patienten ablehnen bzw. nachteilig behandeln, weil sie überhaupt keine Ahnung von Ansteckungswegen haben. Deine Zahnärztin scheint das Gegenteil zu sein - sie macht sich entweder keine Gedanken oder sie hat die auch für sie potenzielle Gefährdung ausgeblendet.
Aber abgesehen von der mangelnden Hygiene hast Du da nichts zu befürchten. _________________ LG - matthias
Also ich hoffe doch das sie keine Wunde an der Hand hatte, ich hätte da nichts bemerkt. Also kann ich da ansonsten beruhigt sein?
Was ich noch dazu sagen wollte. Ich bin seit kurzem in psychologischer Behandlung weil ich schon seit längerem unter einer Phobie leide und bin eigentlich auf einem guten Weg es unter Kontrolle zu bringen. Aber das sind halt solche Dinge die bei mir im Kopf wieder neu aufgerollt werden.
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
Nein - da ist kein Infektionsrisiko. Außerdem müsste sie dazu ja selbst erst mal positiv sein. Und das sind »nur« 70.000 Menschen in Deutschland bei einer Bevölkerung von 82 Millionen. Und von den 70.000 sind unter 20.000 heterosexuell und davon vielleicht die Hälfte Frauen. Und vielleicht 5% aller Frauen arbeiten in medizinischen Berufen. So - nun rechne mal aus: 500 bei 82 Millionen sind ... 0,00061%. Siehst Du? _________________ LG - matthias
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
In Österreich sind etwa 15.000 Menschen HIV-positiv, davon 1/3 Frauen, also etwa 5.000. Bevölkerung (2009) etwa 8,36 Millionen. Den Rest bitte selbst ausrechnen *fg* _________________ LG - matthias
Einmal möchte ich aber noch nachhaken weil mich das interessiert. Was genau ist mit frischer Wunde gemeint? Müssen Bluttropfen in mein Mund gelangen oder reicht schon eine kleine Wunde die eigentlich nicht blutet und kaum sichtbar ist? Wie gesagt ich will das jetzt nicht auf diesem Thema weiter rumreiten aber das würde mich noch interessieren .
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
»Frisch« bedeutet zwangsläufig, dass sie blutet. Wenn sie nicht mehr blutet, sich also schon eine unsichbare Wundhaut gebildet hat, kann sie nicht mehr »frisch« sein. Logisch, ne?
Aber es kommt auch darazf an, wie groß sie ist und wo sie liegt. Kleine Wunden, wie Nagelbettverletzungen oder beim Zahnfleischbluten, bieten keine Eintrittspforte, da das Blut nur heraus kommt und damit den Eingang verstopft, und die Wunde schnell wieder verschlossen ist. Im Mundraum kommt hinzu, dass Speichel virenhemmend ist und die Konzentration sehr schnell verdünnt. _________________ LG - matthias
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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