Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Ich habe heute Mittag um 13 Uhr von meinem Hausarzt die Diagnose erhalten, dass ich HIV Positiv bin. Vorangegangen ist eine Blutspende beim DRK, wonach nach 2 Tagen eine erneute Blutprobe angefordert wurde. Mit großem Bremborium wie Einschreiben mit Rückschein und eigenhändig unterschreiben.
Heute kam wie gesagt die Diagnose.
Irgendwie bin ich gar nicht geschockt! Bis jetzt noch nicht. Ist wohl noch nicht im Kopf so wirklich angekommen.
Nach Anraten meines Hausarztes werde ich mich nächste Woche direkt mit den weiteren Schritten bei Fachleuten befassen.
erst einmal ein herzliches Hallo
Die Diagnose HIV+ ist schon lange kein Todesurteil mehr und mit Sicherheit gibt es weitaus schlimmere Krankheiten. Das vorab. Trotzdem ist und bleibt sie eine lebensverändernde Tatsache und insofern ist es ganz unterschiedlich, wie man darauf reagiert.
Dass du nicht so geschockt warst oder meinst der Schock folgt noch kann ich i-wie verstehen. Mein Schock dauerte ungefähr 1 Std. - beim Arzt. Danach folgten 4 Wochen in denen ich zeitweise etwas down war. Es besserte sich aber auf jeden Fall mit dem Besuch bei meiner SPA in der Uni-Klinik Frankfurt und durch den Beitritt hier ins Forum .
Heute fange ich an sogar offen in meinem Bekanntenkreis darüber zu reden. Das heißt, von meinem Partner und meiner besten Freundin abgesehen, hat es lange Zeit keiner gewusst. Natürlich aber überlege ich mir genau, wem ich was und wie erzähle
Wieso meinst du denn dein Schock würde sich noch einstellen bzw. warst du es nicht so, als du das Ergebnis bekommen hattest?
Mit Sicherheit werden noch viele Fragen für dich aufkommen aber sei einfach so frei und stell sie hier. Ich denke hier hat jeder ein offenes Auge und steht mit Rat und Tat zur Seite.
LG
Hoffnung _________________ Die Welt ist mir ... es liegt bei mir etwas zu bewegen!!
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
Hi Alexander,
auch von mir ein herzliches »Hallo« ... auch wenn der Anlass ja nicht so dolle ist.
Ich kann mich aber Hoffnung nur anschließen: HIV ist und bleibt eine Sch...-Infektion, aber sie ist mittlerweile sehr gut behandelbar - wenn man sich regelmäßig checken lässt. Insofern geht es Dir heute besser als mir damals, denn als ich mein Ergebnis 1994 bekam, war der einzige Kommentar des Arztes »Ach, genießen Sie Ihr Leben und machen Sie das Beste draus«.
Wenn der wüsste, dass ich tatsächlich das Beste draus gemacht habe und immer noch (mit Ausnahme von so'n paar Viren) gesund bin ... ... das hätte der sich damals auch nicht träumen lassen.
Bei mir hat es damals etwa ein Jahr gedauert, bis ich angefangen habe, mich mit der Infektion zu arrangieren ... aber damals hieß das eben: sich mit dem wahrscheinlich vorzeitigen Tod zu arrangieren. Und genau das ist es heute nicht mehr. Lebensdauer und Lebensqualität vermindern sich nicht notwendigerweise ... allerdings musst Du auch selbst ein wenig dazu beitragen: Sieh' - im doppelten Sinne - positiv in die Zukunft. Denn Du hast eine!!! _________________ LG - matthias
Keine Ahnung warum es kein Schock war. Vielleicht ist das in Kopf noch nicht wirklich angekommen. Als die Anforderung der ereneuten Blutprobe kam, hatte ich mich direkt auf der Seite des DRK informiert, wonach das DRK eigentlich so alles im Blut sucht und konnte mich gedanklich schon drauf einstellen, dass irgendwas nicht stimmt.
Nachtrag!
Nachdem ich gestern von meinem Arzt das Ergbnis bekommen habe, war heute ein Einschreiben vom DRK in der Post. Man informierte mich, dass man die Blutproben ausgewertet hat und die Ergebnisse an meinen Hausarzt geschickt hat, an den ich mich dringend !!! wenden solle.
In dem Schreiben stand dann noch ein weiterer Satz, welcher mich sehr ärgert:
"Jedoch müssen wir Sie auf Grund der bisherigen Testergebnisse bitten, von weiteren Blutspenden Abstand zu nehmen"
Klar kann man mit meinem Blut nichts mehr anfangen und dass das Blut- und Knochenmark spenden nun vorbei ist, war mir schon gestern klar. Aber anstatt einen dank für mehr als 20 Jahre Blut spenden und guten Wünschen für die Zukunft einzufügen, hört sich dieser Satz dann an, wie ein Tritt in den Arsch.
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
Ich weiß, dass so etwas besonders weh tut ... aber tröste Dich: Nicht ein Mensch hat das geschrieben, sondern es ist ein Textbaustein. Wer im medizinischen Bereich arbeitet, darf solche Dinge nicht zu nahe an sich heranlsssen ... Aber schön ist sowas natürlich dennoch nicht ... _________________ LG - matthias
Yip, ein ziemlich blöder Satz in diesem Zusammenhang, aber halt nur ein Textbaustein und vor dem Bildschirm ein Sachbearbeiter ... tut weh, aber ist nicht wirklich schlimm.
So, war zwar die letzten Tage immer mal wieder hier und habe mir die Seite weiter angesehen und auch viele Beiträge gelesen. Das was hier geschrieben steht, sind noch alles böhmische Dörfer für mich.
Irgendwie kommt diese Geschichte aber nicht so wirklich an mich heran. Ich denke zwar "Scheiße, das wirst du nicht mehr los, jetzt hat es dich erwischt", aber es haut mich nicht um. Komsich!!! Gut, ich bin etwas stiller geworden, aber ansonsten geht alles so weiter wie immer.
Ich habe gestern einen Termin in der Uniklinik zu einem Erstgespräch gemacht. Der Termin ist schon am Donnerstag. Mal sehen was da auf mich zukommt.
Mein Hausarzt hat mir am Freitag vieles erklärt und mri geraten, so schnell wie möglich eine Therapie anzufangen. Jetzt habe ich hier viele Beiträge gelesen, wo noch keien Therapie nötig ist oder war. Verstehe das jetzt nicht so ganz. dachte man bekommt automatisch eine Therapie.
Ich kann auch noch nicht lange infiziert sein. Ende Mai hatte ich noch Blut gespendet. da war alles ok, denn da hatte sich da DRK nicht bei mir gemeldet. erst jetzt bei der Spende Ende November. Nach Rückrechnung mit meinem Arzt meinte er, dass es wohl im Juni/Juli passiert sein müsse. Normalerweise wäre ich wieder Ende August/September zur Spende gegangen, was aber aus Krankheitsgründen nicht ging. Im August hatte ich ne Infektion mit Fieber und im Oktober hatte mich ein Darmkeim (Camphylobacter) mit 40,1 Grad Fieber schwer erwischt. Wem ich das alles zu verdanken habe, weiß ich ja jetzt auch.
Vor Weihnachten war noch der Termin beim Schwerpunktarzt.
War ein lockeres Gespräch, viele Infos bekommen, untersucht worden und es wurden jede Menge Blutproben abgenommen. Übernächste Woche muß ich wieder hin, um die Ergebnisse zu besprechen und um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
Klingt jetzt vielleicht komisch, aber irgendwie "kratzt" es mich gar nicht, HIV infiziert zu sein. Sicher, ich war nach der Diagnose ein paar Tage nicht ganz so gut drauf, aber der Gedanke, HIV infiziert zu sein, stört mich irgendwie gar nicht. Ist so, als wäre alles ganz normal.
Nicht, dass ich ein unverantwortungsvoller Mensch bin, ganz im Gegenteil. Vielleicht liegt es auch an meinem Naturelle, dass mich schwerwiegende Dinge gar nicht so berühren.
Viel mehr beschäftigt mich der Gedanke, wie es zu einer neuen Partnerschaft kommen soll, wenn man HIV infiziert ist. Stelle mir das sehr schwer vor, wenn man nach dem ersten kennenlernen etc. sagen mu:"Schatzi, ich habe HIV".
Ich habe auf gar keinen Fall vor, irgend Jemandem aus meinem Umfeld zu erzählen, dass ich infiziert bin. Aber bei einer neuen Beziehung muss ich es ja sagen. Habe aber Bedenken, dass es dann so rauskommen würde, wenn die Dame dankend abwinkt mit mir unter der Voraussetzung etwas anzufangen. Sie könnte es ja jemandem erzählen, wie Frauen halt so sind.
Hat da jemand Erfahrung mit?
Da sollte man schon gut aufpassen wem man was erzählt.
Aber wenn dich eine Frau wegen ein paar Viren nicht will sagt das schon ne ganze Menge denke ich. Das zeigt doch das sie eigentlich an dir als Menschen nicht so wirklich interessiert ist.
Wenn du jetzt in eine neue beziehung kommst und sie dich akzeptiert mit dem Virus, kannst du auf alle fälle davon ausgehen das es was wirklich wahrhaftiges ist . Man kann da auch ne Positive seite dran sehen.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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