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Verfasst am: Fr Mai 09, 2008 12:24 am Titel: HAART = Hochaktive antiretrovirale Therapie
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Marion Administratorin
Anmeldungsdatum: 24.08.2006 Beiträge: 2369
Hallo fragende,
unter einer HAART versteht man die sog. Hochaktive antiretrovirale Therapie. Diese Therapie vereint mehrere (i.d.R. mind 3) antriretrovirale Medikamente zur Verlangsamung des Fortschreitens einer HIV-Infektion.
Anmeldungsdatum: 11.05.2008 Beiträge: 39 Wohnort: Berlin
Bei der HAART wird die Polymerase-II-Reaktion in den Mitochondrien der Zellen unterdrückt. Damit wird auch das Virus, welches seine Erbinformation in den Zellkern eingebaut hat und sie sozusagen parasitär mitproduzieren läßt, nicht mehr so stark reproduziert und die Infektion verläuft langsamer. An Nebenwirkung tritt Haarausfall auf, die Fingernägel werden brüchig und es kommt zu Fettumlagerungen.
Normalerweise werden zwei Medikamente gegeben, die den Wirkstoff enthalten sowie ein weiteres (Epivir?), welches den Abbau der eigenlich gegen das Virus wirkenden Substanzen in der Leber verlangsamt. Damit kann die Tagesdosis auf zwei Einnahmen verringert werden.
Ein anderer Ansatz der medkamentösen Therapie ist das T20, ein enorm kompliziertes Medikament, dessen Herstellung Monate in Anspruch nimmt, weshalb es recht teuer ist (aber auch nicht wesentlich teurer als die Standartkombinationstherapie).
Der Vorteil des T20 ist seine Nebenwirkungsarmut, weil es nicht so brutal in den Stoffwechsel des Körper eingreift wie die ''normale'' Kombitherapie. T20 verhindert das Eindringen des Virus in die Wirtszelle, indem es ein bestimmtes, viruseigenes Eiweiß blockiert. Der Nachteil ist aber, daß es zu Resistenzbildung kommen kann, d.h. das Virus entwickelt einfach ein anderes Eiweiß, mit dem es die Zellwand der Wirtszelle durchdringen kann. Dann ist T20 nicht mehr wirksam und muß durch andere Medikamente ersetzt werden.
Bei der Standarttherapie gibt es das Problem der Resistenzbildung nicht, da ja die Wirtszelle und nicht das Virus beeinflußt wird. Lediglich muß hin und wieder die Dosis angepasst werden, weil der Körper sich an die ständige Unterdrückung der Polymerase-II gewöhnt (was mit einer Medikamentenumstellung verbunden sein kann, da nicht jede Dosierung unter jedem Markennamen verfügbar ist).
EDIT by Marion (Admin) - nach einigen (!) Beschwerden unserer User wurde der Beitrag gekürzt, da er potentielle Werbung/PR enthielt. Sorry, aber so sind nunmal die Forenregeln (vgl. [url=http://www.hiv-symptome.de/forum/forenregeln-und-hinweise-vt863.html)
Bei der HAART wird die Polymerase-II-Reaktion in den Mitochondrien der Zellen unterdrückt. Damit wird auch das Virus, welches seine Erbinformation in den Zellkern eingebaut hat und sie sozusagen parasitär mitproduzieren läßt, nicht mehr so stark reproduziert und die Infektion verläuft langsamer. An Nebenwirkung tritt Haarausfall auf, die Fingernägel werden brüchig und es kommt zu Fettumlagerungen.
Normalerweise werden zwei Medikamente gegeben, die den Wirkstoff enthalten sowie ein weiteres (Epivir?), welches den Abbau der eigenlich gegen das Virus wirkenden Substanzen in der Leber verlangsamt. Damit kann die Tagesdosis auf zwei Einnahmen verringert werden.
Ein anderer Ansatz der medkamentösen Therapie ist das T20, ein enorm kompliziertes Medikament, dessen Herstellung Monate in Anspruch nimmt, weshalb es recht teuer ist (aber auch nicht wesentlich teurer als die Standartkombinationstherapie).
Der Vorteil des T20 ist seine Nebenwirkungsarmut, weil es nicht so brutal in den Stoffwechsel des Körper eingreift wie die ''normale'' Kombitherapie. T20 verhindert das Eindringen des Virus in die Wirtszelle, indem es ein bestimmtes, viruseigenes Eiweiß blockiert. Der Nachteil ist aber, daß es zu Resistenzbildung kommen kann, d.h. das Virus entwickelt einfach ein anderes Eiweiß, mit dem es die Zellwand der Wirtszelle durchdringen kann. Dann ist T20 nicht mehr wirksam und muß durch andere Medikamente ersetzt werden.
Bei der Standarttherapie gibt es das Problem der Resistenzbildung nicht, da ja die Wirtszelle und nicht das Virus beeinflußt wird. Lediglich muß hin und wieder die Dosis angepasst werden, weil der Körper sich an die ständige Unterdrückung der Polymerase-II gewöhnt (was mit einer Medikamentenumstellung verbunden sein kann, da nicht jede Dosierung unter jedem Markennamen verfügbar ist).
EDIT by Marion (Admin) - nach einigen (!) Beschwerden unserer User wurde der Beitrag gekürzt, da er potentielle Werbung/PR enthielt. Sorry, aber so sind nunmal die Forenregeln (vgl. [url=http://www.hiv-symptome.de/forum/forenregeln-und-hinweise-vt863.html)
Ich hab wirklich selten so ein Mix aus Halbwissen, etwas Wissen und schlichtem Blödsinn gelesen (z.B. Haarausfall ist sehr selten, wenn überhaupt tritt Haarausfall im AIDS Vollbildstadium aufgrund der schlechten Abwehr ODER bei einer Interferon-Therapie gegen Hepatitis auf B oder C auf). Auf den ganzen Beitrag zu Antworten würde Stunden dauern deshalb --> lesen! Es gibt einige gute deutsche Info-Seiten.
Google hilft. -RaoulDuke
Tja, was soll ich dazu sagen?
Meine liebe Frau Elli, arbeitet jetzt im Keller, heißt es, zeigte genau das, was ich an Nebenwirkungen der HAART-Therapie beschrieben habe.
Ihr HIV-"Spezialist", Dr. [Edit by Marion - letzte Verwarnung - Forenregeln beachten!] , Berlin, meinte, eine Therapie der Leberzirrhose mit Mariendistel käme nicht in frage, da Mariendistel (wie ich ihm sagen mußte) die Polymerase-II-Reaktion (insbesondere wichtig bei der Zellteilung) beschleunige und von daher die HIV-Medikamente, die meine liebe Frau seinerzeit einnahm, antagonisieren würde. Eine spezielle Therapie der Hepatitis-B-Infektion fand nach meinem Wissen nicht statt.
Nun, mich hat es dann auch "erwischt", und nachdem schon Hautpilz aufgetreten war und die Lunge allmählich vergrünte und anaerobe Infektionen auftraten (typische Zeichen von AIDS), begann ich eine Therapie nach Dr. med. ***** (siehe hier irgendwo oben). Der Hautpilz verschwand nach einigen Monaten, die Lunge ist frei, eine für anaerobe Wundinfektionen (mit "Wunde" sind hier auch kleine Kratzer gemeint) typische blauviolette Verfärbung des Wundgebietes mit strahlenförmigen Ausläufern ist bisher (etwa ein dreiviertel Jahr) nicht wieder aufgetreten.
Trotzdem vielen Dank für Ihre Reaktion, das nächste Mal bitte etwas qualifzierter und nicht nur so mal eben mit Dreck um sich geworfen, auch wenn ich solche Reaktionen selbstverständlich, auch und gerade im Zuge der Wirtschaftskrise, natürlich verstehe.
Therapie der Leberzirrhose mit Mariendistel käme nicht in frage, da Mariendistel (wie ich ihm sagen mußte) die Polymerase-II-Reaktion (insbesondere wichtig bei der Zellteilung) beschleunige und von daher die HIV-Medikamente, die meine liebe Frau seinerzeit einnahm, antagonisieren würde. Eine spezielle Therapie der Hepatitis-B-Infektion fand nach meinem Wissen nicht statt.
Nun, mich hat es dann auch "erwischt", und nachdem schon Hautpilz aufgetreten war und die Lunge allmählich vergrünte und anaerobe Infektionen auftraten (typische Zeichen von AIDS), begann ich eine Therapie nach Dr. med. *****
Mariendiestel interagiert mit dem Cyp450 Enzym in der Leber, das wird aktiviert und senkt daher die Plasmaspiegel vieler Hiv-Meds und anderer Meds. Deshalb sollte man es während einer ART, ebenso wie Johanniskraut, nicht nehmen. ART ist der neue Begriff, HAART wird nicht mehr verwendet.
ART=Antiretrovirale Therapie.
Gegen Hepatitis B - im Gegensatz zur Hep C - gibt es Medikamente, die oft nützlicherweise auch gegen HIV wirken: 3TC, Tenofovir, FTC, Entecavir und nur gegen Hep-B wirksam sind Adefovir, Telbivudin..eine grosse Auswahl. Diese Stoffe senken die Hepatitis B Viruslast führen aber meist nur in Kombination mit Interferon zur Eliminierung des Hep-B Virus. Und inbesondere bei einer Zirrhose sollte man aber keine Zeit verlieren und eine wirksame Therapie schnell einleiten.
Mariendistel ohne eine ART/bestimmte Antibiotika zu nehmen ist eher unproblematisch und ich hab noch nichts in Zusammenhang mit Mitochondrien depletion gehört. Dagegen hift Uridin (Nucleomaxx) ist aber nicht ganz billig.
Wie sieht denn die Therapie nach Dr. xxxx aus? Johanniskraut i.v.? Ozontherapie oder ein Vitamin Cocktail? Mit einer Aids Erkrankung sollte man sich umgehend in qualifizierte Hände begeben und um die Verschwörungstheoretiker einen Bogen machen..es kann es zwar zu Linderungen und Erholungen kommen aber ohne signifikante Viruslastsenkung ist es nur noch eine Frage der Zeit....eher weniger Zeit.
Diese Aussage muss ich nicht untermauern. Alles gute.
http://www.hiv.net/2010/buch/hepb.htm, http://www.hiv.net/hivnet2008.pdf Buch als pdf, kostenlos.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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