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Verfasst am: Mo Nov 28, 2011 5:47 pm Titel: Erstthearpie mit Atripla
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Pingu
Anmeldungsdatum: 14.07.2011 Beiträge: 7
Hallo zusammen,
ich habe mich vermutlich im Januar diesen Jahres infiziert. Definitiv wissen tue ich es seit diesem Sommer.
Meine Hoffnung auf einen möglichst langen Zeitraum ohne Therapie hat sich leider nicht ergeben.
Meine Werte kenne ich nicht ganz auswendig (Ich weiss, da werde ich künftig genauer hinschauen) aber der CD4 Wert lag bei 285, weswegen ich nun mit der Therapie begonnen habe.
Seit letztem Freitag, 23:00 Uhr muss ich nun diesen chemischen Helfer schlucken. Da ich viele, viele Bedenken wegen der Therapie gehabt habe und besonders Angst vor den Nebenwirkungen, denke ich, es könnte anderen auch helfen wenn ich meine bisherigen Kurzerfahrungen mit euch austausche.
Die erste Nacht
Ca. 30min nachdem ich die Tablette genommen hatte, war ich unheimlich gut drauf, so einen Glückskick hatte ich schon lange nicht mehr. Die Nacht hindurch bin ich ca. 3x erwacht und hatte dazwischen Träume im Comic-Style. Irgendwie noch amüsant und gar nicht so wie eigentlich erwartet.
Der erste Tag, die zweite Nacht
Am Samstag bin ich gegen 10:00 aufestanden und hatte ein mittleres Kopfweh. Ich habe daraufhin viel Wasser getrunken und mir eine Dafalgan Kopfwehtablette gegönnt. Über den Tag war ich eigentlich topfit, erst gegen Abend kam dann nochmals das Kopfweh. Aber es war wirklich nicht schlimmer als nach einer durchzechten Nacht. Tagsüber hatte ich etwas Durchfall, aber auch das war noch ohne Kohletablette aushaltbar.
Die zweite Nacht war etwas ruhiger. Ich hatte keine Träume an die ich mich erinnern könnte, bin aber sicher noch 3x erwacht.
Der zweite Tag, die dritte Nacht
Am Sonntag wiederum etwas Kopfweh, gegen abend hin aber nichts mehr gespürt. Da ich bei Freunden eingeladen war, hatte ich sowieso genügend Ablenkung und mir ging es prima. Der Stuhlgang war bereits normal.
Gegen Mitternacht hin, war ich ziemlich kaputt. Die Nacht auf heute war auch geprägt von 4x Erwachen, trotzdem bin ich heute morgen um 07:30 erholt aufgestanden.
Der dritte Tag
Heute habe ich ganz normal gearbeitet, fühle aber im Moment eine Art Hitze- und Müdigkeitswelle über mich ziehen.
Fazit
Im Moment scheint es bei mir keine kurzfristigen Probleme zu geben, wobei dies nach nur drei Tagen noch nicht aussagekräftig ist.
Es ist immernoch schade das ich mich überhaupt infiziert habe, aber wenn ich es irgendwie hinkriege so zu leben, dann macht es auch weiterhin Freude!
Hallo Pingu
Atripla ist eine kombi aus truvada und sustiva oder? ich nehme seit April die beiden Medis als Kapsel und erkenne da einige NW´s bei dir. aber es macht keinen sinn sich da angst zu machen. Gib deinen körper ein wenig zeit, sich an die Medikamente zu gewöhnen!!
ich habe mich nun in 8 Monaten gut damit ab gefunden. wann nimmst du die Atripla denn ?ich nehme die Medikamente immer abends nach dem essen und das war die super entscheidung für mich. das einzige was dabei sehr intensiv ist, sind meine träume. Ja ich träume jede nacht immer sehr intensiv keine albträume aber sehr intensive träume. sehr interessant eigentlich viel blödsinn aber auch viel tiefgreifendes tja so ist das
hoffe du wirst dich daran gut gewöhnen
gruß klaus _________________ 44 / Schwul
Art-Medikamente:
Truvada [0-0-1], (Tenofovir + Emtricitabin)
Sustiva [0-0-1], (Efavirenz)
ich nehme Atripla jeweils gegen 23:00 Uhr rund eine Stunde vor dem Schlafen gehen.
Ich fahre also mit meinem Bericht fort:
Erste 7 Tage
Die erste Woche ist sehr gut gegangen, die kleineren NW wie Müdigkeit oder Nachts öfter erwachen sind für mich kein Problem. Im Gegenteil, ich merke wie ich das ganze immer besser ver- und ertrage.
9te Nacht
Diese Nacht bin ich erwacht und musste mich am ganzen Körper kratzen. Bei genauerem Hinschauen habe ich nun über den ganzen Körper rote Punkte entdeckt, welche einen Juckreiz auslösen.
Komischerweise auch z.B. zwischen den Fingern.
Nun habe ich eine 10mg Cetallerg (Antiallergikum) eingenommen und meinen Oberkörper mit Stilex (Gegen Juckreiz) eingecremt. Bin gespannt ob ich das wieder in den Griff kriege. Kommenden Mittwoch habe ich wieder einen Arzttermin, dann werde ich das ansprechen.
Fazit
Wie schnell es geht von "Bin topfit" zu "Sichtbare Spuren und Hindernisse" habe ich nun wieder gesehen. Trotzdem sind es Kleinigkeiten die im direkten Kontext zur Infektion auftreten.
Hallo Pingu
Ja das kommt vor, das man von den medis Hautausschlag bekommt. ich habe das nur gaanz wenig und sie jucken auch nicht, aber du hast ja bald wieder ein termin beim arzt- Ist das ein stützpunkt arzt oder dein hausarzt? ich habe mich den ersten monaten nur an meinen stützpunkt arzt gewannt jezt nach 8 monaten gehe ich auch wieder zu meinem hausarzt.
Kopf hoch und schön die medis nehmen
gruß klaus _________________ 44 / Schwul
Art-Medikamente:
Truvada [0-0-1], (Tenofovir + Emtricitabin)
Sustiva [0-0-1], (Efavirenz)
Verfasst am: Mo Dez 05, 2011 9:07 pm Titel: War wohl nix mit einer eifnachen Pilleneinnahme
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Pingu
Anmeldungsdatum: 14.07.2011 Beiträge: 7
Da der Auschlag zu einem Ganzkörper akut Problem wurde, bin ich bereits heute zu meinem Arzt (SPA) gegangen.
Nach Absprache mit der Oberärztin wurde die Therapiee abgebrochen, die offensichtliche allergische Wirkung auf einen der drei Wirkstoffe von Atripla liessen keine andere Möglichkeit zu.
Nun wird es wohl auf eine Therapie mit zwei oder drei Medis auslaufen. Welche genau stehen noch nicht fest.
Schade, ich habe mir wirlich gedacht das ich doch noch etwas Glück haben könnte und mit einer once-day leben könnte. Nun muss ich mich doch an einen sichtbaren Chemiecocktail einrichten. Diesen sollte sogar noch zum Abendessen eingenommen werden, was halt auch weniger bequem ist.
Nun gut, es geht ja um HIV und solange es noch eine Therapie gibt, die ich einmal täglich einnehmen muss, besteht ja noch etwas Komfort.
Sch*"SSE, ich bin ja robust (physisch wie psychisch) aber nun merke ich doch das mich die Infektion mehr beschäftigt!
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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