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Erfahrungsbericht mit Atripla


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Verfasst am: Mo Aug 08, 2011 9:03 am    Titel: Erfahrungsbericht mit Atripla
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Palisander



Anmeldungsdatum: 08.08.2011
Beiträge: 1
Wohnort: Hamburg

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Hallo Forum.
Ich wollte einmal kurz von meinen Erfahrungen mit Atripla berichten und würde mich auf Eure Meinungen sehr freuen.
Ich bin seit 2002 H.I.V positiv und habe 5 Jahre ohne Therapie gelebt. Das resultierte aus sehr schlimmen Erfahrungen die ich mit einer Soforttherapie direkt nach meiner Infektion gemacht habe. Danach wollte ich erstmal keine Medikamente mehr nehmen da die Nebenwirkungen damals so schrecklich waren. 2007 hatte ich einen schweren Unfall und musste ins Krankenhaus. Da waren meine Werte bereits so schlecht das ein sehr netter junger Arzt mir damals riet, da ich sowieso im Krankenhaus liegen musste könne ich nun auch eine Therapie machen. Helferzellen lagen damals bei um die 110 Viruslast weiss ich nicht mehr. Ich begann mit Sustiva und Truvada. Die Werte besserten sich nach jeder Blutuntersuchung immens und nun nehme ich seit ungefähr 2 Jahren Atripla. Ich nehme die immer vor dem Schlafengehen und meine Viruslast ist unter > 20 Helferzellen um die 250. Mein Arzt sagt mir das die Helferzellen sich sehr langsam wieder aufbauen und ich leide genetisch an einem schwachen Immunsystem. Ich fühle mich dennoch sehr fit und habe eigentlich nur die klassischen Nebenwirkungen das ich öfters sehr schlecht schlafe und intensiv Träume. Dagegen habe ich öfters mal Cannabis am Abend konsumiert welches mir einen festen und traumfreien Schlaf beschert. Nun habe ich aber seit einiger Zeit beschlossen darauf zu verzichten und schlafe viel schlechter und habe in letzter Zeit auch das Gefühl das die psychische Situation schwerer wird. Letztes Jahr verstarb meine Mutter und wir hatten ein sehr enges und freundschaftliches Verhältnis. Ich habe seither viele finanzielle und berufliche Sorgen und bin manchmal wie gelähmt. Ich bin eigentlich ein unheilbarer Optimist und mich kann so gar nichts umhauen. Doch in letzter Zeit habe ich das Gefühl das mein Antrieb mehr und mehr nachlässt, und ich morgens nicht aufstehen möchte. Sozusagen die Decke über den Kopf ziehen. Kleinste Tätigkeiten fallen mir oft sehr schwer und ich stolpere mehr oder weniger unkonzentriert und unproduktiv durch den Tag. Der Lebensmut lässt nach und ich frage mich ob das eventuell mit den Medikamenten zu tun hat. Ich werde das bei meinem nächsten Termin mit meinem Arzt mal klären und erwäge eine alternative Therapie. Wenn jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht hat oder macht würde ich mich über Antworten und Beiträge freuen. Denn leider ist das Thema HIV und AIDS mittlerweile durch die Therapie so weit weg aus der Öffentlichkeit. Aber für uns Betroffene ist es eine tägliche Herausforderung.
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Verfasst am: Mo Aug 08, 2011 9:03 am    Titel:
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Verfasst am: Mo Aug 08, 2011 3:20 pm    Titel:
Autor Nachricht
niemehrwieder
Poweruser


Anmeldungsdatum: 15.11.2010
Beiträge: 1072
Wohnort: Bremen

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Ich kann dir sagen das dein Psychischer zustand garantiert etwas mit dem Regelmäßigen Cannabis konszm bzw dem Absetzten zu tuhen hat. Das verstärkt nur die Stimmungen die man inne hat. Vielleicht solltest du auch mal mit einem Psychologen reden? Einen der sich mit der Hiv Matereie auskennt am besten. Da kann dir bestimm die Aidshilfe weiterhelfen.

Kopf hoch und Liebe grüße
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Verfasst am: Di Aug 09, 2011 12:33 pm    Titel:
Autor Nachricht
ChrisLDK
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2010
Beiträge: 1045
Wohnort: Wetzlar

Antworten mit Zitat

Ich kann leider zu Atripla nicht viel sagen, denn mein Doc hat mir grundsätzlich von Sustiva abgeraten.
_________________
Art-Medikamente:
Truvada [1-0-0], (Tenofovir + Emtricitabin)
Isentress [1-0-1], (Raltegravir)

Viruslast: <20
CD4 (absolut) [Zellen/µ]: 560
CD4 (prozentual/relativ) [%]: 27,5

Erstdiagnose: 11/2009 (Test in 07/2009 noch negativ)
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Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.




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