Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Sa Jun 19, 2010 8:30 am Titel: doch infiziert?
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crank Gast
Hallo zusammen!
hatte diese Woche einen PCR-Test machen lassen (20 Tage) nach dem Risikokontakt. Das Ergbnis ist negativ. Kaum hatte ich das Ergebnis erfahren, bin ich krank geworden (Mandelentzündung, Fieber 39 Grad, Nachtschweiß, Gliederschmerzen). Das sind ja auch typische HIV Anzeichen. Der Laborarzt hat auch gemeint, dass der PCR Test (20 Kopien pro ml...?) trotzdem nicht sicher sein kann, weil das Virus auch erst später ausbrechen könnte als nach 20 Tagen wie bei mir. Was meinen Sie? Der Laborarzt kam mir jetzt nicht so kompetent vor...
Wie sicher kann ich sein, dass dieser Test trotzdem eine Infektion ausschließen kann, wenn bis zur Blutentnahme 20 Tage vergangen sind? Soll-Wartezeit beträgt ja beim PCR 15 Tage.
Hast Du einen PCR-Test auf HIV1 oder 1 und 2 machen lassen? Bezüglich dem getesteten HIV-Typ ist das Ergebnis schon ziemlich sicher und ich würde mir an Deiner Stelle nicht so viele Gedanken machen und das Ergebnis mittels AK-Test nach 10 - 12 Wochen verifizieren. Symptome sagen ohnehin nichts aus in Bezug auf HIV. HIV2 kommt in unseren Regionen übrigens so gut wie nicht vor. Ich weiß jedoch natürlich nicht, mit wem, wo und welchen Kontakt Du hattest.
Hast Du einen PCR-Test auf HIV1 oder 1 und 2 machen lassen?
habe mich auf HIV 1 testen lassen. Hab mal gehört, dass der Typ 2 nur 100 mal in Deutschland vorkommt. Von daher habe ich den aus Kostengründen mal sein lassen.
Frage: wie lange würden denn solche Symtome gehen? Ist es dann ne echte Grippe? MIr geht es heute schon wieder besser. Fieber habe ich auch nimma
Verfasst am: Sa Jun 19, 2010 9:02 am Titel: Re: doch infiziert?
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matthias Gute Seele des Forums
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2130 Wohnort: Berlin
crank hat folgendes geschrieben::
Kaum hatte ich das Ergebnis erfahren, bin ich krank geworden (Mandelentzündung, Fieber 39 Grad, Nachtschweiß, Gliederschmerzen). Das sind ja auch typische HIV Anzeichen.
Auch – aber eben nicht nur. Diese Symptomdeutelei wird Euch alle noch ins Grab bringen – aber nicht wegen HIV, sondern wegen Magengeschwüren auf Grund falscher aufgestauter Ängste
Es kann nämlich durchaus sein, dass Dein Körper auf das negative Ergebnis mit Erleichterung reagiert hat und die vorherige Anspannung damit gelöst hat. Immerhin geht es Dir ja schon sehr schnell wieder besser ... _________________ LG - matthias
Verfasst am: Sa Jun 19, 2010 9:09 am Titel: Re: doch infiziert?
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crank Gast
[quote="matthias"]
crank hat folgendes geschrieben::
Es kann nämlich durchaus sein, dass Dein Körper auf das negative Ergebnis mit Erleichterung reagiert hat und die vorherige Anspannung damit gelöst hat. Immerhin geht es Dir ja schon sehr schnell wieder besser ...
Hallo Matthias,
denke auch, dass die vorherige Anspannung sich gelöst hat und dass ich in der Hinsicht vielleicht auch nen psychischen Knack habe.
Mal ne generelle Frage: So bei der Internetrecherche über das Thema HIV schreiben mache Autoren "Risikokontakt" und "echter Riskokontakt". Was ist der Unterschied? Weiß man beim echten RK, dass einer postiv ist?
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2130 Wohnort: Berlin
Naja, dass die Angst vor einer potenziellen Infektion nicht ganz spurlos an einem vorbeigeht, ist ja klar. Aber den Meisten ist nicht bewusst, dass vermehrtes Googlen auch vermehrte »Symptome« bedeutet ... wenn auch »nur« psychosomatisch.
Der Unterschied zwischem »echten« und dem anderen Risikokontakt liegt in der Tat darin, dass man über den Status des anderen Bescheid weiß. Es gibt leider immer noch viele Menschen, die sich trotz des Wissens um die Infektion des Partners über Schutzmaßnahmen hinwegsetzen.
Übrigens führt nicht jeder sexuelle Kontakt mit einem/einer Positiven dazu, dass man sich unweigerlich ansteckt (deswegen bleibt es auch bei der Formulierung »Risikokontakt«), aber die Chance ist natürlich ungleich höher und erheblich größer ...
Nichtsdestotrotz wäre es schön, wenn Du Deinen RK schilderst – viele denken nämlich, ihr RK wäre einer gewesen, obwohl es in Wirklichkeit keiner war ... so kann man auch Anderen helfen, indem man an Beispielen aufklärt, was »Risiko« ist und was nicht. Wiederum Andere wiegen sich in der trügerischen Sicherheit, dass mit »irgendwo gehörten oder gelesenen« zweifelhaften Methoden eine Infektion zu verhindern sei – da ist es dann wichtig, über die tatsächlichen Risiken aufzuklären.
Das muss jetzt beides nicht Dich betreffen, aber das ist der Grund, weshalb wir gerne in kurzen Worten den Ablauf des potenziellen RK erfahren möchten. So können wir besser helfen ... _________________ LG - matthias
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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