Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Ich nehme seit 5 Monaten Atripla und bin mit dem Medikament sehr zufrieden. Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen so das ich damit recht gut Leben kann. Am Anfang der Therapie musste ich 3 Monate Truvada und Sustiva nehmen, weil es in Deutschland so Vorschrift ist. Dann konnte ich auf Atripla wechseln. Mich würde hier interessieren wer noch in dieser Therapie ist und welche Erfahrungen gemacht wurden.
Ich hoffe auf eine rege Beteiligung damit wir uns über die Therapie und evtl. Nebenwirkungen gegenseitig informieren können.
Ich kenne mich damit leider nicht aus. Dennoch hoffe ich dass jemand dir bald anwtorten kann.
Ich wollte dich mal fragen wieso es denn in Deutschland GESETZ ist in den ersten 3 Monaten die beiden von dir genannten Medikamente zu verwenden?
Was steckt dahinter?
in Atripla sind 3 Wirkstoffkomponenten in einer Tablette. Sollten Komplikationen mit einem der Wirkstoffe auftreten kann man diese in den ersten 3 Monaten erkennen und evtl. die Kombination ändern. Da ist es leichter wenn man am anfang Truvada und Sustiva getrennt einnimmt. Die meisten Nebenwirkungen treten bei Sustiva auf. Solltest Du Sustiva nicht vertragen kannst du auch nicht auf Atripla wechseln. Das ist der Hauptgrund.
Verfasst am: So Mai 23, 2010 8:43 pm Titel: Therapie mit Atripla
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Benoni Gast
Hallo Uwe,
dein Eintrag zu Atripla ist zwar schon mehr als ein halbes Jahr her, aber ich denke, dass es für dich noch immer interessant sein könnte.
Ich bin seit Anfang 2009 positiv, im Dezember habe ich mit einer Therapie mit Sustiva und Truvada begonnen. Vor mehr als zwei Monaten bin ich dann auf Atripla umgestiegen - also dieselbe 'Medikamentengeschichte' wie bei dir.
Im Grunde vertrage ich das Medikament relativ gut, als Nebenwirkungen habe ich Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit: ich kann viel schlafen und muss mich manchmal zu total alltäglichen Dingen richtig 'in den Arsch treten', damit ich es auch mache. Ich hoffe, dass das wieder etwas besser wird.
Wie hat es sich inzwischen bei dir entwickelt? Bist du bei Atripla geblieben?
Es grüßt dich
Ben
Hallo
Ich habe mit 20 Jahren (2001) von meiner HIV Infektion erfahren, habe 2007 mit einer Therapie begonnen und nehme jetzt seit ca. 6 Monaten Atripla. Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen, ich habe Konzentration-Probleme und fühle mich eigentlich immer Antriebslos. Zu Anfang habe ich 10kg abgenommen, die sind aber wieder drauf. Ich wollte fragen, ob jemand von euch schon länger mit der Infektion lebt und, wenn ich meine Medikamente regelmäßig einnehme, vor AIDS verschont bleibe? Oder besteht immer ein Restrisiko? Können Nebenwirkungen auch erst nach Jahren auftreten? Würde mich sehr über eure Erfahrungen freuen.
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2114 Wohnort: Berlin
Maus hat folgendes geschrieben::
Hallo
Ich habe mit 20 Jahren (2001) von meiner HIV Infektion erfahren, habe 2007 mit einer Therapie begonnen und nehme jetzt seit ca. 6 Monaten Atripla. Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen, ich habe Konzentration-Probleme und fühle mich eigentlich immer Antriebslos. Zu Anfang habe ich 10kg abgenommen, die sind aber wieder drauf. Ich wollte fragen, ob jemand von euch schon länger mit der Infektion lebt und, wenn ich meine Medikamente regelmäßig einnehme, vor AIDS verschont bleibe? Oder besteht immer ein Restrisiko? Können Nebenwirkungen auch erst nach Jahren auftreten? Würde mich sehr über eure Erfahrungen freuen.
Hallo Maus,
ob man von »AIDS« verschont bleibt, lässt sich aufgrund der relativ geringen Langzeiterfahrungen nicht 100%ig sagen. Zudem ist »AIDS« keine Krankheit, sondern bezeichnet den Zustand, wenn das Immunsystem zusammengebrochen ist und opportunistische Infektionen auftreten, die schlimmstenfalls zum Tode führen können. Übrigens gilt das auch für die Nebenwirkungen. Da HIV mit seinen etwa 30 Jahren eine recht junge Krankheit ist und die Medikamente im wesentlichen komplett neu entwickelt werden mussten, gibt es auch hier keine Langzeiterfahrungen. Ich gehe für mich allerdings davon aus, dass es für meine Lebenserwartung und -qualität keinen großen Unterschied macht, dass ich seit nunmehr etwa 18 Jahren positiv bin. Ich werde genauso alt wie ohne das Virus.
Hier kommen die Medikamente ins Spiel. Regelmäßig eingenommen, sorgen sie dafür, dass die Viruslast unten bleibt und die Anzahl der Helferzellen insoweit stabil, dass das Immunsystem mit den meisten Infekten von selber klarkommt. Solange das so funktioniert, haben opportunistische Infektionen keine Chance und Du erreichst nicht den Zustand »AIDS«.
Es ist übrigens relativ unerheblich, welche Medikamente Du nimmst. Es gibt mittlerweile etliche Wirkstoffkombinationen, die ganz speziell auf die jeweilige Situation zugeschnitten werden können. Als ich 1994 mein Ergebnnis erhielt, gab es übrigens nicht mal Medikamente ...
Wichtig ist auf jeden Fall die »Compliance«, also die Mitarbeit an der Therapie. Das beinhaltet u.a. die regelmäßige Einnahme der Pillen ...
Anmeldungsdatum: 22.11.2010 Beiträge: 5 Wohnort: München
Hallo,
ich wunder mich gerade über das Gesetz wegen Atripal. Bin seit November positiv getestet und mir wurde jetzt genau gleich zum
Einstieg Atripal in meiner Schwerpunktpraxis empfohlen.
Jetzt bin ich noch mehr versunsichert das Medikament zu nehmen und das alles irgendwie so wiedersprüchlich ist nervt auch ((
Haben sich hier dann die Gesetze geändert da mein Arzt mir das gleich geben will/kann? Ich bin überfragt...
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Wenn Dir Dein Arzt zu etwas rät, dann sicher nicht ohne Grund. So oder so ist er (!) dann aber der richtige Ansprechpartner und kein Forum der Welt kann das ersetzen.
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